Zum Mitsingen

Karin

Gastsalonière Andrea Wienhaus, Bildungshistorikerin mit besonderer Expertise auf dem Gebiet der gesellschaftlichen Bedingungen in den 1960er Jahren, gewährte den Gästen des Kaffeehausgesprächs interessante Einblicke in Leben und Werk von Bob Dylan. An Text- und Musikbeispielen (Dank an die Technik!) wie „Who killed Davey Moore“ und „Mr. Tambourine Man“ wurde deutlich, dass Dylans Kunst in der Offenheit für Interpretationen bei gleichzeitiger Positionierung besteht. Das macht seine Songs über Generationen und auch in einer radikal veränderten Welt wirksam. In der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob der heutige Musikmarkt einen Musiker bzw. eine Musikerin wie Dylan überhaupt zulassen würde. Dass es genug Themen gäbe, mit denen sich Künstlerinnen und Künstler kritisch und im Sinne einer Weltverbesserung (Stichwort Ideale) beschäftigen könnten, daran zweifelt wohl niemand. Das Gespräch kreiste auch darum, ob es sich bei Dylan um eine durch Selbstmystifikation erfolgreich gewordene Figur handelt oder um einen quasi mythischen Helden.  Und natürlich wurde die Frage gestellt, ob er den Literaturnobelpreis verdient hat oder ob der nicht doch eher Leonard Cohen zugestanden hätte. Ich bedanke mich noch einmal bei der Gast-Gastgeberin und bei allen, die mitgedacht, -geredet und -gesungen haben für den anregenden Abend!

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