Der politische Bildungsweg

Karin

Das Kaffeehausgespräch im Oktober hat sich etwas anders entwickelt als die    bisherigen Salongespräche. Wahrscheinlich lag es daran, dass mir das Thema des Abends (Schriftstellerinnen im Allgemeinen und Droste-Hülshoff, Selma Lagerlöf, Highsmith und Elfriede Jelinek im Besonderen) sehr vertraut ist. So war meine Einleitung frei und assoziierend, man könnte auch sagen: von Hölzchen auf Stöckchen. Sie war aber auch dialogisch und auch dieses Kaffeehausgespräch hat, so hoffe ich, seine Hauptfunktion erfüllt: den Austausch der Gedanken. Unvermeidlich war auch diesmal wieder das Politische, denn wenn wir über schreibende Frauen sprechen, sind immer auch deren (Bildungs)Biografien von Interesse. Und für alle im Salon war auf die eine oder andere Art  das Private wieder politisch.

Voraussichtlich wird es am 20. November das nächste Kaffeehausgespräch in Hamburg geben, und zwar zum Thema „Zwischenwelten“.

Droste-Hülshoff – Lagerlöf – Highsmith – Jelinek – … Schreibende Frauen

Karin

Nachdem wir uns beim Kaffeehausgespräch in Hamburg das letzte Mal über kluge (und gebildete) Frauen im Allgemeinen unterhalten haben, widmen wir uns in der kommenden Woche klugen Autorinnen im Besonderen.  Wir werden der Frage nachgehen, welche fiktionalen Welten Schriftstellerinnen entwerfen und welche Perspektiven auf die großen Themen des Lebens – Liebe, Macht, Vergänglichkeit usw.  -  sie einnehmen. Kommen Sie hin und reden Sie mit!

Wann: Donnerstag, 16. Oktober 2014, 19-21.00
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, Hamburg (St. Pauli)

 

Kluge Frauen und Erfahrungen

Karin

Das Kaffeehausgespräch zum Thema kluge und gebildete Frauen ist auf großes Interesse gestoßen. Nach einer allgemeinen Einleitung und einer Passage aus einem Feuilleton von Betty Paoli hat sich schnell gezeigt, dass die Teilhabe von Frauen an formalisierter Bildung und ihre Rolle auf dem Arbeitsmarkt durchaus aktuelle Thematiken sind.

Bei dem Gespräch ging es dann dementsprechend auch um persönliche Erfahrungen und um aktuelle politische Forderungen. So wurde über die Vor- und Nachteile von Frauenquoten mit besonderem Hinweis auf die Initiative Pro Quote und über schulische Jungsförderung gesprochen. Das Thema dieses Kafeehausgesprächs war offenbar von lebenspraktischer Bedeutung und durch die Vielfältigkeit des Teilnehmer(innen)kreises wurde es aus vielen Perspektiven diskutiert. Kant und Olympe de Gouges wurden auch erwähnt.

Im Oktober widmen wir uns im Salon einigen konkreten Beispielen von klugen bzw. gebildeten Frauen und reden über Autorinnen. Das nächste Kaffeehausgespräch in Hamburg findet voraussichtlich am 16. Oktober statt, Näheres gibt es hier in diesem Blog oder per Newsletter.

Als eine Frau lesen lernte…

… trat die Frauenfrage in die Welt, sagte die österreichische Autorin Marie von Ebner-Eschenbach am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Frauenfrage, die Frage nach der  Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben, nach ihren politischen und kulturellen Gestaltungsmöglichkeiten, ist eng mit ihrem Zugang zur Bildung verbunden.

Im ersten Kaffeehausgespräch nach der Sommerpause  wollen wir über gebildete Frauen sprechen. Wir können über antike Philosophinnen, über Salons, reisende Frauen im neunzehnten Jahrhundert, über Staatenlenkerinnen und Astronominnen reden – oder über die erste Frau mit höherer Bildung in Ihrer Familie. Kommen Sie hin und reden Sie mit.

Wann: Donnerstag, 25. September 2014, 19-21.00 Uhr
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, Hamburg (St. Pauli)

Karin

 

Nachhaltiger Großschriftsteller

Karin

Das Juli-Kaffeehausgespräch in Hamburg war Hermann Hesse gewidmet. In meiner Einleitung referierte ich unter anderem die These, dass Hesse ein Jugendschriftsteller gewesen sei, der die Probleme Pubertierender in Romanen verarbeitet habe, die keine angemessene Lektüre für Erwachsene seien. Da erwies es sich prompt, dass einige der Salongäste durchaus noch mit Leidenschaft an ihrem literarischen Jugend-Idol hängen und sich keineswegs für ihre Hesselektüre zu entschuldigen gedenken. Recht so!

Wir haben aus berufenem Munde (Religionswissenschaftler und Salonherr Detlef war diesmal wieder dabei) gehört, dass Hesses Darstellung des Buddhismus durchaus einen guten Zugang zu dieser Philosophie bilden kann. Wir haben (mit Zitat belegt) erfahren, dass der „Steppenwolf“ gerade für die lektüre- und lebenserfahrene Leserin Stoff zur Reflexion enthält. Und es hat sich gezeigt, dass Hesse auf der Suche nach der eigenen Identität so nachdrücklich geholfen hat, dass seine Literatur ganze Lebenswege mitbestimmt hat. Dass Hesses Romane markt- und massentauglich waren und immer noch sind (dank Suhrkamp ist Hesse auf Facebook), kann dem Schriftsteller nicht zum Vorwurf gemacht werden. Zu vermelden ist, dass wir im Salon einen neuen Gast mit neuer, interessanter (Außen)perspektive begrüßen konnten.

Im August macht der Salon Sommerpause, im September wird es um kluge Frauen gehen (Motto: „Die ganze Wahrheit über Blaustrümpfe“) und im Oktober wird das Kaffeehausgespräch der skandinavischen Literatur gewidmet sein. Näheres erfahren Sie hier im Blog oder per Newsletter.

Davis: In the olden days…

Ende Juli lädt Paul zu einem Kaffeehausgespräch in Davis ein und stellt folgende Fragen:

“Wie hat sich das Alltagsleben in den letzten 75 Jahren geändert? Oder: Wie war das Leben Ihrer Eltern oder Großeltern 1939 anders als heute?

Wir besprechen Transport, Naturwissenschaft, Technologie, Psychologie, Erziehung, Musik, Literatur, Kunst, Beziehungen, die Natur usw. Alles in nur zwei Stunden!”

Ich bin ‘leider’ auf Reisen und kann deshalb nicht teilnehmen. Guten Appetit und gute Unterhaltung!

Eva

Wann: Freitag, 25. Juli, 4-6 pm

Wo: Konditorei, 2710 E Fifth Street, Davis, Kalifornien

Hermann Hesse

KarinIn sehr loser Folge widmen sich die Kaffeehausgespräche sogenannten Großschriftstellern, also Schriftstellern, die viel und gut geschrieben haben, die jede/r kennt, deren Namen in literarisch interessierten Kreisen zu nennen zum guten Ton gehört.

Diesmal im Zentrum unserer Aufmerksamkeit: Hermann Hesse. Und ganz konkret die Frage: Ist Hermann Hesse einer der großen, klassischen Autoren, deren Werke man immer wieder lesen kann, oder ist Hesse-Lesen eine Phase, aus der man irgendwann draußen ist?

Kommen Sie hin, hören Sie zu, reden Sie mit, lesen Sie etwas von Hesse vor.

Wann: Donnerstag, 17. Juli 2014, 19.00-21.00
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, Hamburg

Davis: Wo Hörspiele blühen

Eva Vielen Dank für das heutige lebhafte Kaffeehausgespräch! In der Vorbereitung habe ich gelernt, dass Deutschland das Land ist, wo Hörspiele blühen und (laut deutschsprachiger Wikipedia) bis heute die meisten Hörspiele produziert und gehört werden.

Kaum verwunderlich, dass uns viele Titel eingefallen sind, sowohl Jugendklassiker wie “Hui Buh” und “Die drei ???” als auch literarische Klassiker wie Ingeborg Bachmanns “Der gute Gott von Manhattan” – für den die Autorin mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet wurde; denn auch Hörspielpreise gibt es in Deutschland. Hierzulande (in den USA) sind Hörspiele heutzutage selten zu hören, wenn dann greift man zu Klassikern der BBC, wie etwa “Lord of the Rings“, das für manche Salonteilnehmer prägend war. Gute Hörspiel- und Hörbuchquellen (auch für Deutschlernende) sind audible.de, hoerspiel.de, Deutsche Welle, Deutschlandfunk und Radio Teddy.

Wie es sich für ein lebhaftes Kaffeehausgespräch gehört, haben wir neben dem “eigentlichen” Thema allerhand anderes besprochen: die Fußball WM, die “Lindenstraße”, Zensur und Vokabellernen.

Ich mache zwei Monate Sommerpause, aber im Juli wird es wahrscheinlich ein Kaffeehausgespräch mit Paul geben.

Davis: Hörbücher und Hörspiele

Eva Sie sind herzlich zum nächsten Kaffeehausgespräch an diesem Freitag, 27. Juni, von 4 bis 6 pm in der Konditorei in Davis eingeladen.

Auf Anregung von Paul möchten wir diese Woche über das Thema “Hörbücher und Hörspiele” sprechen. Was unterscheidet ein Hörspiel von einem Hörbuch? Welche Erfahrungen haben Sie mit Hörspielen und Hörbüchern? Haben Sie ein Lieblingshörbuch, oder hatten Sie vielleicht als Kind ein Lieblingshörspiel? Wie unterscheidet sich die Hörerfahrung von der Leseerfahrung? Sind Hörspiele in Deutschland weiter verbreitet als in den USA?

Kommen Sie hin, gönnen Sie sich ein Stück von Albert und Glorias Kuchen oder ein erfrischendes Eis, hören Sie zu und diskutieren Sie mit!