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Biedermeier politisch

Das zweite Kaffeehausgespräch in Ústí nad Labem hat gezeigt: ein Mal wiederholen schafft in der Postmoderne schon eine Tradition – und prompt hat der Salon einen harten Gäste-Kern. Und dieser hat mit Unterstützung des Neuzugangs genau die Aktualisierung des Themas Biedermeier vollzogen, die ich mir erhofft habe. Denn während ich für die Zeit von ungefähr 1815 bis 1848 zuständig bin, wurde in der Runde ausführlich über die “Normalisierung” nach 1968, aber auch über psychologische Experimente zur Autoritätshörigkeit (nature? nurture?) und über das Lernen aus der Geschichte und vom (geopolitischen) Nachbarn diskutiert. Bilder hat es auch wieder gegeben, von Wappen, Biedermeiersekretären, Keulenärmeln und Ranftgläsern.

Neueste Mode, Mai 1829

Ich danke allen Gästen und kündige an: Nach der Sommerpause wird es weitergehen und zwar im September mit dem Thema “Chaostheorie” und im November zum Thema “Wiener Moderne”.  Details dazu wird es hier im Blog geben oder als Ankündigung per E-Mail.

Biedermeier einst und heute

Das zweite Treffen im Salon in Ústí ist dem Biedermeier gewidmet. Es soll nicht nur über die historische Epoche gesprochen werden, also über die Zeit von ca. 1815 bis 1848, in der das Unpolitische neben den ersten demokratischen Bewegungen und dem nationalen Erwachen bestand. Gefragt werden soll auch danach, ob die Gegenwart eine „Neuauflage“ des Biedermeier ist, in der man den Rückzug ins Private und den Wunsch nach Autoritäten beobachten kann.

Der Salon ist informell, essen und trinken ist nicht verpönt. Wer sich für das Thema interessiert, ist willkommen. Nach einer Einleitung sind die Gäste am Wort. Kommen Sie hin, reden Sie mit oder hören Sie einfach nur zu. Eine Anmeldung ist nicht nötig und es ist kostenlos.

WANN: Mittwoch, 30.5. 2018, 17-19.00
WO: Kavárna Resslovka, Resslova 1739/16, 400 01 Ústí nad Labem